Energieberatung

Energieberatung

Unabhängig und kompetent

Stetig steigende Energiekosten beeinflussen zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Besonders für Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) stellen diese Kosten mit Blick auf eine wirtschaftliche Produktion ein großes Problem dar. Während z.B. die Materialkosten und die Einsatzzeiten der Mitarbeiter i.d.R. gründlich geplant und überwacht werden, so ist das bei den Energiekosten häufig nicht oder nur sehr selten der Fall. B+V Energie Consulting schafft hier unabhängig und kompetent Abhilfe.

Das Ziel eines Energiemanagementsystems (EnMS) ist es, die Energieströme sowie die Energiekosten systematisch zu erfassen, Energieeinsparpotenziale aufzudecken, die energieverbrauchsintensi¬ven Prozesse zu erkennen und kontinuierlich zu verbessern, und somit die Energiekosten sowie die CO2-Emissionen nachhaltig zu senken.

Darüber hinaus ist das Betreiben eines kontinuierlichen Energiemanagements auch Voraussetzung für eine Reihe an staatlichen Vergünstigungen bzw. Steuerrückerstattungen für Unternehmen:

  • Besondere Ausgleichsregelung nach § 63 ff. EEG (Befreiung von der EEG-Umlage für stromintensive Unternehmen)
    • Jedes Unternehmen, das einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage nach §§ 63 ff. EEG 2017 beim BAFA stellt, muss jährlich mittels eines gültigen Zertifikats/Auditberichts nachweisen, dass es kontinuierlich ein System zur Verbesserung seiner Energieeffizienz betreibt. Hierzu zählt z.B. das Energiemanagementsystem nach der DIN EN ISO 50001. Unternehmen mit einem Stromverbrauch von weniger als 5 GWh/a können ein alternatives System nach § 3 bzw. Anlage 2 der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) betreiben.

      Siehe hierzu auch unsere Angebotenen Dienstleistungen zum Thema Besondere Ausgleichsregelung EEG

  • Strom- und Energiesteuerrückentlastung nach § 10 StromStG bzw. § 55 EnergieStG (sog. Spitzenausgleich)
    • Mit der zum 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Änderung des Stromgesetzes (§ 10 StromStG) sowie des Energiesteuergesetzes (§ 55 EnergieStG), ist der von den jeweiligen Unternehmen beantragte "Spitzenausgleich" an einen kontinuierlichen Betrieb eines zertifizierten EnMS gebunden.

      Für nähere Informationen besuchen Sie bitte unsere Rubrik Strom-/Energiesteuerentlastung

Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl des geeigneten Energiemanagementsystems (EnMS nach der DIN EN ISO 50001 oder altern. EnMS nach Anlage 2 der SpaEfV) und unterstützen Sie bei der Implementierung des auf Ihren Bedarf angepassten EnMS in Ihrem Unternehmen, bei der Erschließung von möglichen Energieeinsparpotenzialen sowie bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Systems, damit Ihre Energiekosten künftig nachhaltig gesenkt und Ihre energiebezogene Leistung (Energieeffizienz, Energieeinsatz und „Energieverbrauch“) auch kontinuierlich verbessert werden kann.

Unsere Leistungen zum Thema Energiemanagement im Überblick:

  • Wir unterstützen Sie unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen bei der Auswahl eines auf Ihren Bedarf abgestimmten sowie geeigneten EnMS (DIN EN ISO 50001 oder altern. EnMS nach Anlage 2 SpaEfV)
  • Wir unterstützen Sie bei der Einführung, Implementierung sowie im Anschluss bei der Sicherstellung der kontinuierlichen Weiterentwicklung des ausgewählten EnMS
  • Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung und Durchführung des jährlichen energetischen Planungsprozesses sowie bei der damit einhergehenden Erstellung des jährlichen Energieberichts und der Erarbeitung und Umsetzung von geeigneten Energieeinsparmaßnahmen
  • Wir unterstützen Sie u.a. bei der Überwachung, Messung und Analyse von folgenden Merkmalen innerhalb des EnMS:
    • Bereiche mit wesentlichem Energieeinsatz und weiteren Ergebnissen der energetischen Bewertung
    • Überarbeitung/Aktualisierung von Messkonzepten
    • durch die Unternehmen definierten energetischen Kennzahlen
    • Wirksamkeit von Aktionsplänen und die damit verbundene Zielerreichung
    • Bewertung aktueller Verbräuche und deren Vergleich mit Prognosen sowie Ausschöpfung der Effizienzpotentiale aus dem Controlling
    • Bewertung der Einhaltung rechtlicher Vorschriften (Compliance) im Rahmen des Energierechts: u.a. Erstellung und Pflege eines Energie-Rechtskatasters
    • Durchführung von jährlichen internen Audits: Mit internen Audits sorgen wir für die optimale Auditvorbereitung durch ein externes Zertifizierungsunternehmen
  • Wir unterstützen Sie bei der Inanspruchnahme von möglichen Fördermitteln im Rahmen von Energieeffizienzmaßnahmen
  • Wir unterstützen Sie bei der Bearbeitung im Rahmen von Antrags- und Formularwesen

Für weitere Fragen rund um das Thema Energiemanagement stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

energiemanagementsysteme

Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) macht Energieaudits für Unternehmen, die nicht zur Kategorie der sog. KMU gehören, zur Pflicht:

Die Energieeffizienz-Richtlinie der Europäischen Union (2012/27/EU) aus dem Jahr 2012 sowie das in diesem Zusammenhang in Deutschland novellierte Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G), welches am 22.04.2018 in Kraft getreten ist, verpflichtet große Unternehmen erstmals bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre ein sog. Energieaudit gemäß DIN EN 16247 durchzuführen oder alternativ ein Energiemanagementsystem nach der DIN EN ISO 50001 bis zum 31.12.2016 einzuführen und danach kontinuierlich zu betreiben. Das nächste Energieaudit bzw. die nächste Energieauditphase muss somit im Jahr 2019 erfolgen.

Hierbei ist zu beachten, dass bei Nichteinhalten der o.g. gesetzlichen Verpflichtung eine Geldbuße in Höhe von bis zu 50.000 € vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als „Überwachungsbehörde“ verhängt werden kann.

Energieaudits nach DIN EN 16247 können mit einer externen Energieeffizienzbetrachtung verglichen werden. Sie haben das Ziel die Energieeffizienz des zu untersuchenden Unternehmens durch eine vorherige Analyse der Energieströme und daraus resultierenden Energieeffizienzmaßnahmen zu verbessern. Dadurch wird sichergestellt, dass die spezifischen Energiebezüge des Unternehmens reduziert und somit die Energiekosten des Unternehmens (nachhaltig) gesenkt werden.

Durchgeführt werden kann das Audit beispielsweise von einer unternehmensexternen „qualifizierten Fachkraft“, die über eine einschlägige technische Ausbildung und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung verfügt und in der Energieauditorenliste des BAFA gelistet ist.

Da wir als Fachexperten in der Energieauditorenliste des BAFA gelistet sind, würden wir Sie gerne bei der fristgerechten Erfüllung der gesetzlichen Anforderung unterstützen und für Ihr Unternehmen das geforderte Energieaudit nach der DIN EN 16247 durchführen.

Unsere derzeit beim BAFA gelisteten Energieauditoren lauten:

Sie haben weitere Fragen zum Thema Energiedienstleistungsgesetz oder wünschen ein individuelles, unverbindliches Angebot? Wir beantworten Ihre Anfrage so schnell wie möglich.

Die Durchführung eines Energieaudits gliedert sich im Allgemeinen in folgende Phasen:

Vorbereitung:

  • Auftaktbesprechung:
    Gemeinsame Festlegung von Zielen, Anwendungsbereich, Grenzen und Tiefe; Das Unternehmen benennt einen internen Verantwortlichen, der mit dem Auditor/dem Audit-Team zusammenarbeitet und die Zuarbeite innerhalb des Unternehmens sichert.
  • Datenerfassung:
    Erfassung der eingesetzten Energieträger, Erfassung von historischen „Energiebezugsdaten“, Erfassung von Einflussfaktoren auf den „Energieverbrauch“, Erfassung von Ergebnissen früherer Energieeffizienzbetrachtungen, Erfassung sonstiger relevanter Dokumente, Erfassung der energieverbrauchenden Anlagen und Geräte, Ermittlung erster Energiekennzahlen und Erfassung des allgemeinen energetischen Status

Maßnahmenermittlung

  • Außeneinsatz:
    Gemeinsame Betriebsbegehung mit dem Ziel energetische Schwachstellen zu identifizieren und Potenziale zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung (Energieeinsatz, -verbrauch und –effizienz) aufzudecken. Darüber hinaus werden Messungen durchgeführt, damit die Erfassung der energieverbrauchenden Anlagen und Geräte zwecks Ermittlung von „Energiefressern“ vervollständigt werden kann und darüber hinaus dadurch auch ein Maßstab für künftig umgesetzte Energieeffizienzmaßnahmen gebildet werden kann. Der Außeneinsatz dient außerdem für das bessere Verständnis der Arbeitsabläufe. Prüfung der Einhaltung der relevanten „energetischen“ Rechtsvorschriften (Compliance).
  • Energetische Analyse:
    Darstellung der energetischen Ausgangsbasis in Form von Verbrauchsdaten, Energieflüssen und Kennzahlen; Bewertung der wesentlichen Einflussfaktoren auf den „Energieverbrauch“; Ableitung von Energieeinsparpotenzialen und Erarbeitung von Energieeffizienzmaßnahmen, Erstellung eines Maßnahmenkatalogs inkl. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
  • Bericht und Abschlussbesprechung:
    Erstellung eines Auditberichtes; In diesem Bericht sind u.a. folgende Punkte enthalten: Vorgehensweise des Audits, Beschreibung der energetischen Ausgansbasis, Darstellung der Messwerte, Konkreter Maßnahmenplan zur Verbesserung der Energieeffizienz;

    Anschließend erfolgt ein Abschlussgespräch mit der Geschäftsführung.